Die Idee….

…zu dieser Seite kam mir nach einem schockierenden NDR-Dokumentarfilm über die menschenverachtenden Produktionsbedingungen von Jeans in China („Der Preis der Blue Jeans“, Frühjahr 2012). Ob teure Marken-Jeans oder Billig-Jeans vom Discounter, die meisten Jeans werden heute in China produziert. Dabei zahlen westliche Unternehmen für die Herstellung einer Jeans gerade mal drei bis vier Euro – ein Preis, der selbst die Hersteller in den Billiglohnländern unter extremen Druck setzt. Die Folge sind bis zu 16-Stunden-Schichten der unterbezahlten Arbeiter, oft mit nur einem freien Tag im Monat, extrem gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen durch offenen Einsatz von gefährlichen Chemikalien, sowie Zerstörung der Natur im Umkreis um die Fabriken durch massenhafte Einleitung von Chemikalien in die Flüsse.

Zur NDR-Doku: 45 Min „Der Preis der Blue Jeans“.
(oder hier direkt zum Film)

Die Produktionsbedingungen bei anderen Textilien sind in den Billiglohnländern (vorwiegend Indien, China und Bangladesh) oft nicht weniger dramatisch. Man findet sklavereiähnliche Zustände, unter denen junge, oft minderjährige Mädchen durch Knebelverträge für einen Hungerlohn zur Arbeit gezwungen werden.

 

Die Initiative…

…zur Erstellung dieser Seite entstand ursprünglich aus reinem Eigeninteresse. Ich wollte wissen: „Gibt es Alternativen?“ und „Wo kann ich in Hamburg eine fair produzierte Jeans bekommen?“. Ich fand viele gute Informationen im Netz: Organisationen für faire Kleidung, Listen von grünen Labels (siehe Links) und die Webseiten verschiedener Online-Shops und Läden. Da gerade die lokalen Läden selbst in einer Großstadt wie Hamburg noch (!) relativ rar gesäht sind, habe ich mir eine Liste erstellt, um beim nächsten Klamotten-Shopping gezielt diese Läden anlaufen zu können. Diese Liste stieß auf großes Interesse im Freundeskreis und so hatte ich die Idee, sie öffentlich zu machen und es damit allen Hamburgern zu erleichtern, fair produzierte Kleidung zu finden.

Diese Website ging am 20.4.2012 online.